Golfverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist Mitglied des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Herzlich willkommen als neuestes Mitglied des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Welchen Nutzen versprechen Sie sich von einer Mitgliedschaft? Was wollen Sie einbringen?

Wir arbeiten ja schon sehr lange partnerschaftlich mit dem Tourismusverband MV e. V. zusammen.  Es war einfach an der Zeit, dieses auch formal auf eine entsprechende Ebene zu bringen. Darüber hinaus freuen wir uns, künftig Informationen zeitnah und aus erster Hand zu bekommen. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass alle die auf den Tourismus angewiesen sind noch stärker zusammenarbeiten und auch eigene koordinierte Beiträge im Interesse der Region leisten müssen. Das wir uns in einem immer stärkeren Wettbewerb mit anderen Destinationen befinden ist wohl unumstritten. Hier sind alle gefordert. Insbesondere auch jenseits der Ostseeküste, die Stärkung der Vor- und Nachsaison oder überregionaler Events die das Image des Landes stärken. In Punkto Zusammenarbeit sehen wir Reserven. Hierbei übersehen wir nicht, dass auch auf den Golfanlagen  das Verständnis wachsen muss, in Netzwerken zu arbeiten.

 

Die Übernachtungen der Golfer sind Ihren Angaben zufolge in den vergangenen Jahren in MV um 35 Prozent von 260.000 im Jahr 2006 auf 400.000 im Jahr 2014 gestiegen. Welche Höhepunkte oder Besonderheiten sind für 2015 geplant, um diese positive Entwicklung weiter voranzutreiben?

Auch in 2015 richten unsere Anlagen Turniere mit internationaler Ausstrahlung aus. Gerade im Golfbereich läuft sehr viel über „Mundpropaganda“. Im Vergleich zu anderen touristischen Bereichen ist der Anteil ausländischer Besucher schon jetzt höher. Hieran gilt es weiterzuarbeiten. Golfanlagen und angeschlossene Hotels investieren erhebliche finanzielle Beträge in das Marketing. Als Verband sind wir, im Gegensatz zu anderen Landesverbänden, schon seit Jahren auf Messen und Events im Interesse unserer Region präsent. Zukünftig möchten wir verstärkt an einer positiven Berichterstattung in den Medien arbeiten. Als Verband geben wir etwa 50% unseres Budgets für Werbung aus. Wir verstehen uns als Teil unseres Landes!

 

Gerade ist das neue Golfmagazin des  Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Kooperation mit dem Golfverband erschienen. An wen richtet es sich, und wo wird das Magazin vertrieben?

Golfanlagen sind Wirtschaftsunternehmen, die sich im Gegensatz zu vielen anderen Sporteinrichtungen selber finanzieren, Investitionen tätigen und Arbeitsplätze schaffen. Etwa die Hälfte unserer ca. 15.000 Mitglieder kommen aus anderen Bundesländern und treiben u. a. im Urlaub eine Wertschöpfung. Das hochwertige Magazin soll vor allem überregional im In- und Ausland als Marketinginstrument zum Einsatz kommen.

 

Wie viele Golfplätze braucht das Land und wie viele lassen sich nach Ihrer Einschätzung wirtschaftlich betreiben?

In einem dünn besiedelten Flächenland sind Golfanlagen kein Selbstläufer und auch sie spüren Wettbewerb und ein nicht einfaches wirtschaftliches Umfeld. Trotzdem könnten z.B. Feldberger Seenlandschaft, Rügen oder die Region Fischland von hochwertigen Golfanlagen weiter profitieren. Golftouristen reisen in eine Region. Wollen wir die Verweildauer erhöhen müssen sie, neben Backsteingotik und Landschaft, auch mehrere Plätze zeitnah erreichen können. Nicht zuletzt hängt der Erfolg einer Anlage wie in allen Bereichen auch stark von der vor Ort tätigen Unternehmerpersönlichkeit ab.

 

Welche Aktionen haben Sie geplant, um die Marke „Golfland MV“ in 2015 weiter voranzubringen?

„Golfland M-V“ muss erst noch eine „richtige“ Marke werden. Dieses kann nur ein mittelfristiges Ziel sein. Im eigenen Bundesland gilt es, bestehende überholte Vorurteile gegenüber dem Thema Golf abzubauen und ein zeitgemäßes Image zu fördern. Überregional gilt es noch stärker auf MV als Region zu setzen. Bei allen bereits genannten Aktivitäten und Vorhaben müssen auch Golfanlagen- Betreiber stets die Identität unserer Region verinnerlichen. Unsere Marketingaktivitäten und wirtschaftlichen Betrachtungsweisen werden in anderen Bundesländern und ausländischen Märkten sehr wohl zur Kenntnis genommen und auch anerkannt. Perspektivisch werden auch Polen und die baltischen Staaten ein interessanter Markt werden. Das Werben um neue, vielleicht auch anspruchsvolle Gästegruppen, ist nur im Netzwerk sinnvoll und eine Aufgabe aller Entscheidungsträger in unserem Bundesland.


(Das Interview führte Petra Schierz vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.)

 

 


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